Resolution zur Sozialsummen

2008 - Resolution zur monatlichen Schätzung der Sozialsummen

In dem vorgelegten Zwischenbericht des Staatssekretärsausschusses Bürokratieabbau an das Bundeskabinett wird auf Erfolge verwiesen, die oft in klein- und mittelständischen Betrieben nicht oder nur begrenzt spürbar sind.

 

Gerade die monatliche Abgabe der Schätzungen der Sozialversicherungsbeiträge ist bei diesen Betriebsgrößen eine bürokratische Last. Als Ausweg bleibt entweder die Möglichkeit, die Lohnabrechnungen an einen Steuerberater oder einen Dienstleister mit entsprechenden Unkosten abzugeben oder die Prämisse an das Lohnbüro, stets als Dienstleister für die Sozialversicherungsträger greifbar zu sein. Die Auswirkungen der vom Markt geforderten Reduzierungen von Personalkosten sind hier trotz aller technischen Hilfestellungen feststellbar. Eine Abwesenheit von 14 Tagen durch Krankheit oder Urlaub stellt jeden Betrieb vor immense Herausforderungen, die einer sozial verantwortlichen und familienorientierten Betriebspolitik entgegensteht.

 

Auch wenn durch das Mittelstandsentlastungsgesetz versucht wurde, hier etwas Abhilfe zu schaffen, bleibt doch die Forderung der Meldung der Sozialsummen, unabhängig vom Zeitpunkt der erfolgten Lohnabrechnung, bestehen.

 

Wir fordern daher den Wegfall der monatlichen Meldeverpflichtung, in dem entweder eine 1/11 Regelung wie bei der Umsatzsteuer eingeführt wird oder dass automatisch die Vormonatswerte  eingezogen werden (eventuelle Schwankungen werden innerhalb eines Jahres evaluiert).

Dies wäre ein sichtbares Zeichen für die Verbalbekundungen, gerade klein- und mittelständische Unternehmen bürokratisch entlasten zu wollen und würde die Betriebe in deren Bestreben nach gelebter sozialer Verantwortung unterstützen.

 

Ruth Baumann
Landesverband der Arbeitskreise
Unternehmerfrauen im Handwerk
Baden-Württemberg e.V.

Posted by: ufh-BW Team21.03.2012