Resolution zur Erbschaftssteuer

Resolution zur Erbschaftssteuer aus 2008

Die an einen Unternehmer gestellten Bedingungen zur steuerfreien Übertragung sind praktisch nicht erfüllbar, so das Resümee des Bundes der Steuerzahler im Dezember 2007.

 

Es kann nicht sein, dass klein- und mittelständische Betriebe, die für den Wirtschaftsstandort Deutschland stehen und Nachhaltigkeit in der Ausbildung, Arbeitsplätze und beim Steueraufkommen dokumentieren, bei der Betriebsübergabe durch den Gesetzgeber an die Grenzen der betrieblichen Existenz stoßen.

 

Wie will man Nachfolger ermutigen, sich der Herausforderung einer Betriebsführung zu stellen, wenn gerade diese Betriebsgrößen, die am wenigsten Förderungen á la Nokia erfahren, erneut zur Ader gelassen werden sollen? Wie will ein Betrieb angesichts der konjunkturellen Schwankungen reagieren können, wenn die Höhe der Lohnsumme staatlich bei fehlenden verbindlichen und dauerhaften Planungsgrundlagen festgelegt wird?  Ist die Kontinuität eines Unternehmens so wenig wert, dass das Vermögen aus bereits mehrfach versteuertem Geld die Existenz der Firma gefährden soll? Zeigen nicht die jüngsten Entwicklungen auf den Finanzmärkten, welche Gefahren von Größenwahn und Globalplayern ausgehen können?

Der Landesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk Baden-Württemberg fordert daher:

  • Abschaffung der Erbschaftssteuer, da das Vermögen bereits mehrfach versteuert wurde

    • Faktisches ( und nicht verbales) Bekenntnis zu klein- und mittelständischen Betrieben

    • Eine verlässliche und planbare Steuergesetzgebung

  • Eine Wirtschaftspolitik, die den Standort Deutschland für klein- und mittelständische Betriebe halten und ausbauen will

  • Eine Gesetzgebung, die eine Betriebsübergabe ermöglicht und nicht nachhaltig Unternehmen opfert

 

Ruth Baumann
Landesverband der Arbeitskreise
Unternehmerfrauen im Handwerk
Baden-Württemberg e.V.

Posted by: ufh-BW Team21.03.2012