Besuch Landtag

Besuch des Landtags in Stutgart

Der Sturm auf den Landtag
Knapp 200 Unternehmerfrauen aus dem Handwerk stellen Politik und Organisation vor Herausforderungen

 

Entgegen der sonstigen Bilder aus dem Landtag war beim Besuch der Unternehmerfrauen im Handwerk Baden-Württemberg e.V. (ufh) der Anteil der Frauen im Plenum dominant. Auf Einladung der FDP-DVP-Fraktion waren die handwerklichen Praktiker nach Stuttgart gekommen, um dort auf aktuelle Fragen Antworten zu erhalten bzw. für teils mangelhafte politische Leistungen eine Frist für  Nachbesserung zu setzen. Für Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, Prof. Dr. Erik Schweickert MdL und Dr. Timm Kern MdL war der Strauß an angesprochenen Themen so bunt, wie das Handwerk selbst. Ob Verkehrsinfarkt, Diesel-Diskussion, Mängel bei der E-Vergabe, pseudo-unternehmerische Tätigkeiten von Kommunen, Auswirkungen falsch verstandener Bildungspolitik, Bildungszeitgesetz und betriebliche Altersabsicherung …, die Mandatsträger waren gefordert. Es wurde engagiert mit praktischen, betrieblichen Beispielen diskutiert. Wie Anspruch und Wirklichkeit auseinander gehen kann, wurde auch am Beispiel der Integration von Flüchtlingen in Unternehmen dargestellt. Die Parlamentarier durften nicht nur hier anhand konkreter Vorgänge erfahren, wie hoch der Leidensdruck der Bürokratie in mittelständischen Unternehmen sein kann. Die Präsidentin der Unternehmerfrauen, Ruth Baumann, warnte davor, die Vorzüge der Digitalisierung wie eine Standarte vor sich her zu tragen. Es müsste, angesichts der steigenden Zahl von Blackouts, dringend erst einmal das Netz ertüchtigt werden, um so eine verlässliche Energieversorgung gewährleisten zu können. Mobilität und Digitalisierung stoßen dort an ihre Grenzen, wo der Strom für deren Umsetzung fehlt.

Ohne verbindliche und verlässliche Rahmenbedingungen ist das wirtschaftliche Engagement der Handwerksbetriebe ausgebremst und hier haben die politischen Vertreter einen Hebel, um ihren verbalen Wertschätzungen in Reden Taten folgen zu lassen. Und wer die Unternehmerfrauen kennt, weiß, dass sie nicht nur beobachten, sondern auch dran bleiben. 

 

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Posted by: ufh-BW Team01.11.2017