AK-Vorsitzenden-Seminar 2017

"Klausur" für den betrieblichen Alltag

„Klausur“ für den betrieblichen Alltag

Wenn sich über 40 Unternehmerfrauen im Handwerk (ufh) in einer handyfreien Region in der Ortenau treffen, dann um sich für den betrieblichen Alltag fit zu machen.

Der Gesetzgeber fordert, entgegen aller Bestrebungen der Entbürokratisierung, die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Wie kann diese aussehen, was ist zu tun? Daniel Seeger von der Handwerkskammer Reutlingen gelang es, eine Brücke zwischen theoretischen Anforderungen und betrieblichem Alltag zu bauen. Interessant war hierbei, dass die Umsetzung der Gedanken in den Betrieben schon stattfindet, ja selbstverständlich ist, nur an der schriftlichen Dokumentation hapert es.

Wo Menschen miteinander arbeiten und leben, bleiben Spannungen und Missverständnisse nicht aus. Wie kann man diesen gerade in klein- und mittelständischen Handwerksbetrieben begegnen und diese ausräumen? Spannende Einblicke und nachhaltige Erkenntnisse von Andreas Rieker, die die Teilnehmerinnen nicht nur vor Ort, sondern auch über den Heimweg hinaus begleitet haben. Nur gemeinsam im Team sind die betrieblichen Ziele zu erreichen. Die Wegstrecke mag unterschiedlich angegangen werden, so lange alle erfolgreich zusammen an einem Strang, dem Betrieb, ziehen, wird sich der Erfolg auch einstellen.

Als wahrer Detektiv der menschlichen Muskulatur erwies sich erneut Jürgen Vorsatz von der ikk classic. Es vermag keiner so charmant die körperlichen Schwachstellen zu lokalisieren, zu mobilisieren und dem eigenen inneren Schweinehund auf die Sprünge zu helfen. Gesundheit, ein fitter Bewegungsapparat hat seinen Preis. Überwindung, Durchhaltevermögen und nicht zuletzt Schweißperlen gehören leider dazu.

Zeit ist kostbar und umso wertvoller, wenn man sie eigentlich nicht hat, bzw. dies glaubt. Der tagtägliche betriebliche Alltag hilft jedem dabei, unangenehme Tatsachen auszublenden bzw. auf „später“ zu verlagern. Hierzu zählt in besonderer Weise das Notfallmanagement. Was ist zu tun, wenn der Chef / die Chefin ausfällt? Pins, Tans, Verträge, Vollmachten usw. suchen oder griffbereit parat haben? Mit einer guten Prise Humor gelang es Jürgen Weber bei aller ernster Sachlage nicht nur für dieses Thema zu sensibilisieren, sondern auch konkrete und praktische Handlungshilfen zu geben.

Die „Klausur“ hat sich gelohnt: viele Tipps, interessante Vorträge und auch der Austausch untereinander rüsten alle Teilnehmerinnen für die Herausforderung nicht nur des kommenden Jahres…

 

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Posted by: ufh-BW Team13.12.2017